Geht zur Wahl

Da hat der BDKJ mal wieder etwas nettes produziert. Zeigt uns mal wieder wie einseitig er im Moment doch ist.

Nichts desto trotz ein sinvoller Aufruf!

http://www.gehtzurwahl.de/

Konjunkturpaket

Konjunkturpaket: BDKJ will unter Rettungsschirm
Katholische Jugend räumt Fehler ein

Bonn (20.01.2009). Die katholischen Jugendverbände im Erzbistum Köln beantragen 4 Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket II als sofortige Liquiditätsspritze. 5 Mio. Euro würden für die Querfinanzierung des Podolski-Transfers benötigt, weitere 15 Mio. als Ausgleich für die Finanzkürzungen in der Jugendarbeit der letzten 20 Jahre. Von den weiteren 3,98 Milliarden Euro könnten dann die Kinder und Jugendlichen für den Rest ihres Lebens die Staatsverschuldung der heute verantwortlichen Generation zurückzahlen.

„Auch wenn wir leider nicht ganz mit dem Dilettantismus in einigen Banken und Teilen der Automobilindustrie mithalten können“, so BDKJ-Diözesanvorsitzender Christian Linker, „haben wir trotzdem genug Schaden angerichtet, um jetzt ein Recht auf unseren Anteil am staatlichen Geldsegen zu haben.“ Auf ihrer Klausurtagung am Wochenende in Bonn hatten VerbandsvertreterInnen eingeräumt, durch zu viele Bahnreisen sowie durch kritischen Konsum und den Vertrieb fair gehandelter Produkte die Binnennachfrage entscheidend geschwächt zu haben. Auch sei es ein Fehler gewesen, im Zuge der rigiden Kürzungen von Land und Bistum Personal und Angebote zurückzufahren, anstatt wie verrückt Schulden zu machen. „Ab sofort leben wir in Saus und Braus“, so Linkers Vorstandskollegin Sarah Primus. „Für ein Altauto gibt es eine Prämie von 2.500 Euro, pro Kind hingegen 100 Euro – Fazit: Kinder waren noch nie so billig, das sind Einstiegskurse, jetzt muss man kaufen.“

Aus Insiderkreisen der Jugendverbandsarbeit verlautet, man habe sich ursprünglich mit einer satirischen Stellungnahme zu Wort melden wollen, in der sich die Jugendlichen kritisch mit der Staatsverschuldung, mit dem verkürzten – rein auf Schule fixierten – Bildungsbegriff und mit der fehlenden Nachhaltigkeit des Konjunkturprogramms auseinandersetzen. Aber das sei dem Ernst der Lage nicht angemessen, denn, so der Vorstand: „Unsere absurde Wirklichkeit hat längst jede Satire überholt.“

Im BDKJ-Diözesanverband Köln haben sich elf Jugendverbände mit insgesamt rund 50.000 mitwirkenden jungen Menschen zusammengeschlossen. Als Dachverband vertritt der BDKJ die Interessen der nachwachsenden Generation in Kirche, Staat und Gesellschaft.

Redaktion: Wolfgang A. Noethen
V.i.S.d.P.: Christian Linker

Leitfaden zum kritischen Konsum in der KLJB

Antragsteller: Diözesanvorstand

Die Diözesanversammlung möge beschließen:

Die KLJB setzt sich für die Gestaltung ländlicher Lebensräume ein. Als christlicher Jugendverband verbinden wir unser Engagement für eine nachhaltige ländliche Entwicklung mit konkreten Aktionen, die den verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung, die internationale Gerechtigkeit und Solidarität sowie die Förderung regionaler Strukturen zum Ziel haben. In verschiedenen Positionspapieren äußerte sich der Bundesverband in den letzten Jahren bereits zu Themen des nachhaltigen Lebensstils und Konsumverhaltens. Beschlüsse zu Ernährungssouveränität (2005), zu Sauberem Strom (2004),  entechnikfreiheit in der Landwirtschaft (2004) oder der ethischen Verantwortung multi-nationaler Konzerne (2007) sind nur einige dieser Beispiele.

Kritischer Konsum – was heißt das?
Nachhaltig zu konsumieren bedeutet für die KLJB bewusste und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, die weder uns, noch unseren Mitmenschen oder unserer Umwelt schaden. Diese umfassen sowohl den Konsum von Gebrauchsgütern als auch von Verbrauchsgütern – etwa dem Energieverbrauch. Das heißt für uns auch, gesellschaftliche Prozesse kritisch zu beobachten und auf Missstände aufmerksam zu machen.

Kritischer Konsum – unser Beitrag!
Im Leitbild der KLJB sind die Prinzipien einer fairen, nachhaltigen Entwicklung fest verankert. Wir wollen mit unserem kritischen Konsumverhalten auf konkrete Veränderungen in unserem Verband,  ber auch in Kirche und Gesellschaft hinwirken. Dies ist ein notwendiger Beitrag um gute Lebensbedingungen – lokal und global – für zukünftige Generationen zu gewährleisten. Im Anschluss an den Beschluss  es Bundesverbandes bekennt sich die KLJB Köln und ihre Ortsgruppen zu nachfolgenden Prinzipien eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Konsumverhaltens, die einen Leitfaden für unser Verhalten  darstellen. Dies soll sich in allen Bereichen unseres verbandlichen Handelns bzw. unseres Verbandslebens so weit wie möglich widerspiegeln, beispielsweise bei der Wahl der Häuser, die wir für Veranstaltungen buchen, der Organisation von Veranstaltungen und Gremien sowie dem Büro- bzw. Ortsgruppenalltag. Die KLJB-Aktionen und Bildungsprojekte werden danach ausgerichtet. Damit werden aus dem Verband heraus Impulse für das eigene Handeln der Verbandsmitglieder und darüber hinaus gesetzt. Anhand von drei Bereichen möchten wir konkrete Maßnahmen herausstellen, durch die nachhaltiges und bewusstes (Konsum-)Verhalten Anwendung findet.